„Recht auf Stadt“ – Freiburg | Aktuelle Termine

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                                          ****Aktuelle Termine auf tacker.fr ****

"Recht auf Stadt" - Freiburg | Aktuelle Termine

# 29.01. – 18.04. Eine Veranstaltungsreihe „Solidarisches Handeln im Dreiländereck. Gegen den autoritären Umbau des Asyl- & Grenzsystems“ 

# 07.04. – 22.05. | 50 Jahre feministisches Zentrum fz* in Freiburg

# 22.04. 19 Uhr | Mein Haus, mein Garten | Weingut Andreas Dilger, Urachstr. 3

# 01.05. „Der 1. Mai – Tag gegen die Arbeit“ mit Straßenfest | Stühlinger & Grün

# Di. 05.05. 19 Uhr | aks Freiburg Erzählcafé – 20 Jahre Bürgerentscheid aus Sicht der Sozialen Arbeit | eh Freiburg (Raum A1/A2 (Bugginger Straße 38))

 

Regelmäßige TERMINE:

# Gutscheintauschbörse gegen die Bezahlkarte | jeden Freitag 16-18 Uhr | Kyosk (Adlerstr. 2)

# FAU Workers Café: Die Eroberung des Kuchens!
jeden 1. Samstag im Monat 15-18 Uhr | Luftschloss Hinterhof Arne-Torgersen-Straße 24
Mit Kaffee, Kuchen und Klassenkampf sammeln und bündeln wir neue Kräfte !

# zum Kennen lernen und Fragen stellen rund um Hausprojektideen
Für interessierte Gruppen, Familien, Einzelmenschen
Jeden 4. Dienstag im Monat 20.00 Uhr | siehe Homepage Bauverein „Wem gehört die Stadt?“

# Zum Kuckuck! – Offenes anarchistisches Treffen für Freiburg und Region
4. Donnerstag im Monat 19:00 Uhr | Kyosk (Adlerstr. 2) [achtet auf Ankündigungen]

Housing First gibt es nur mit Wohnungen für Alle!

„Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort schildern eine anhaltende Überbelegung. Für mich ist klar: Wir brauchen dauerhaft eine Winterschlafstätte, die nicht jedes Jahr neu eingerichtet werden muss. Gleichzeitig dürfen wir uns nicht mit diesem Zustand abfinden. Wir müssen diese Menschen in Wohnungen bringen. Der zentrale Baustein ist für mich daher das Konzept Housing First. Zuerst kommt die Wohnung, dann der Rest. Therapie oder Entzug dürfen keine Voraussetzung für Wohnraum sein. Dafür brauchen wir Kleinstwohnungen“ Das erklärte der neue Sozialbürgermeister Roland Meder in der BZ.
Die Situation in der Wohnungslosenhilfe ist nicht mehr tragbar: Steigende Zahlen der Betroffenen, selbst die Straßenobdachlosigkeit steigt. Dauerüberlastete Kolleg:innen, Themen wie Pflege, Sucht, psychische Erkrankungen nehmen zu und treffen eine räumliche Situation und Personalausstattung, die dafür nicht ausgelegt ist. Durch die Wohnungsknappheit gibt es wenig Auszugschancen aus den Wohnheimen, wodurch Personen dort häufig jahrelang verweilen, ohne dauerhafte Perspektive, ohne wirkliche Privatsphäre, ohne Mietvertrag.

Mehr Wohnheime den je

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Stadt für Alle – Nachrichten Mai 2026

schwarz rote Häuser mit Faust auf dem Dach und "Mieten Stoppen" als SchriftzugNun sind sie wieder da, die „Stadt für Alle“ Nachrichten aus Freiburg und der Welt. Wer nicht lesen will, kann sie hier bei RDL nachhören.

KEINE HILFEN IN DER ENERGIEKRISE
In seinem Newsletter kommentiert Harald Thomé die aktuelle Politik: „Anstatt der Bevölkerung in der derzeitigen Energiekrise konkret zu helfen – zum Beispiel durch vergünstigten oder kostenfreien Nahverkehr, Energiekostenzuschüsse an Haushalte, Einmalzahlungen an SGB II-, SGB XII- und AsylbLG-Beziehende oder gar eine Regelleistungserhöhung –, passiert wenig. Ebenso könnten ein Spritpreisdeckel oder ein Tempolimit eingeführt und die Situation genutzt werden, um den Umbau der Gesellschaft weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energien massiv zu starten.
Hier ist einfach nur ein Komplettversagen der Bundesregierung festzustellen. Sie können und wollen es nicht. Es ist notwendig, dass die Bevölkerung sagt: ‚Es reicht, das ist nicht unsere Politik!‘ – auf der Straße, überall. Eine solche Bewegung ist notwendig, weil diese Regierung sonst zur Wegbereiterin auf den Weg hin zum Faschismus wird.“

[FR] STÜHLINGER KIRCHPLATZ
Wieder einmal hat sich die Badische Zeitung intensiv darum bemüht, Ängste rund um den Stühlinger Kirchplatz zu befeuern. Groß bewarb sie die Podcastserie mit dem reißerischen Titel „Platzangst“. Joshua Kocher und Jannik Jürgens erklärten zwar die Fakten hinter den Gefühlen finden zu wollen, taten genau das aber nicht. Mit den Fakten nahmen sie es nicht so ernst. So trägt die erste Folge den Titel „Der Überfall“, obwohl es eindeutig um einen Trickdiebstahl geht. In einem Tattoo-Studio wurde Geld entwendet, was für die Betroffene selbstverständlich schlimm war, allerdings, anders als suggeriert, nicht gewaltsam geschah. Ausführlich zu Wort kommt der mittlerweile aus dem Amt geschiedene Ordnungsbürgermeister Stefan Breiter, der erklärt, man müsse „sich den Platz zurückholen“. Dass er mit dieser Aussage AfD-Funktionär Alexander Gauland kopierte und es sich um kaum versteckten Rassismus handelte, war den Journalisten keinen Hinweis wert. Antiziganistische Aussagen einer Ärztin blieben unkommentiert stehen. Die Kriminalitätsstatistiken, die die Polizei durch ihre ständigen Großkontrollen teilweise selber in die Höhe treibt, bleiben weitestgehend unhinterfragt. Bei der feierlichen Eröffnung des Kulturkiosks, einer begrüßenswerten Initiative des Vereins Schwere(s)Los, feierte sich das Freiburger Bürgertum. Zahlreiche Vertreter*innen des Gemeinderats und der Stadtgesellschaft waren anwesend. Weder diejenigen, die sonst rund um Kirche und Brunnen ihr Bier trinken, noch bis auf wenige Ausnahmen migrantische Platznutzer*innen waren Teil der Feier. Parallel zum Programm wurden schwarze Platznutzer unter der Brücke von der Polizei kontrolliert.

[FR] KEIN SYNDIKATS-PROJEKT AUF CRASH-AREAL
Das Mietshäuser-Syndikats-Projekt Flurstück 277 gibt das Projekt zur Bebauung des Crash-Areals auf und das reservierte Grundstück zurück. Hauptgrund sind die enorm gestiegenen Grundstückskosten, die die Finanzierung des Projekts unmöglich machen. Seit 2015 sei der Grundstückspreis in etwa um das 2,5-fache gestiegen. Zudem stiegen auch die Baukosten enorm, so der Bauverein Wem gehört die Stadt aus dem Mietshäuser-Syndikat. Auch sorgte das lange Hinhalten durch die Stadt dafür, dass immer mehr Aktive abgesprungen sind. Geplant war, Crash und Drifters in den Neubau zu integrieren und zusätzlich kleinteiliges Gewerbe und sozialen Wohnungsbau zu errichten. Für kulturelle Einrichtungen gibt es zudem keine Ermäßigung bei der Erbpacht. Als Erfolg sieht die Initiative, dass die Bebauung des Areals durch die IHK mit Büros verhindert werden konnte und Crash und Drifters dadurch weiterhin bestehen.

[FR] ABRISS IM METZGERGRÜN
Im Metzgergrün im Stühlinger fand im April der Spatenstich für den 2. Bauabschnitt statt. Derweil sind die neuen Häuser an der Bissierstraße auf der Fläche des ehemaligen Caravanstellplatz fertig. Von den 175 Wohnungen sind 125 sozial gefördert. Hier liegen die Mieten im Durchschnitt bei ca. 9 €/qm, im „freifinanzierten“ Wohnungsbau bei durchschnittlich rund 13,60 €/. Von den 24 Eigentumswohnungen, die meist ca. 120 qm groß sind und deutlich über 900.000 € kosten, sind einige noch nicht verkauft. Im 2. Bauabschnitt sollen nun noch einmal 208 Wohnungen gebaut werden, davon 125 sozial gefördert, 53 „freifinanziert“ und 30 Eigentumswohnungen. Insgesamt will die Stadtbau rund 550 Wohnungen bauen und, obwohl in Freiburg hauptsächlich Sozialwohnungen benötigt werden, lediglich 50 % von diesen, was bedeutet, dass im noch nicht abgerissenen Teil der alten Arbeitersiedlung, die von der Lage wegen des Abstands zur Bahnlinie der attraktivste Teil ist, gerade einmal noch 25 Sozialwohnungen errichtet werden. Auf der ursprünglich bebauten Fläche, wo es 250 bezahlbare Wohnungen mit schönen Gärten gab und die Miete aktuell im Schnitt bei 6,39 €/qm liegt, werden später also nur 150 Sozialwohnungen sein, deren Mieten dann deutlich über denen im alten Metzgergrün liegen. Die restlichen Wohnungen haben mit „bezahlbar“ nichts zu tun. Wäre der politische Wille dagewesen, wäre ein Erhalt des alten Metzgergrüns möglich gewesen. Das bestätigt auch der bekannte Altbausanierer Willi Sutter. Stoppt endlich den weiteren Abriss!

Wohnraum als soziale Infrastruktur denken

In einem Artikel für das Berliner „MieterEcho“ erklärt der Stadtsoziologe Andrej Holm, dass es notwendig ist, Vergesellschaftung und kommunalen Wohnungsbau zusammenzudenken.
Die Argumente sollten auch in Freiburg beachtet werden. „In den wohnungspolitischen Debatten zu Mietendeckeln und Vergesellschaftungsvorschlägen antwortet die Immobilienlobby seit Jahren reflexhaft mit einem ‚das baut doch keine Wohnung‘. Das Bauen-Bauen-Bauen-Mantra steht für eine neoliberale Argumentation, die behauptet, nur der Neubau und die Ausweitung des Wohnungsangebotes könnten die Wohnungskrise beheben. Doch Belege für die Wirksamkeit des Neubau-Versprechens bleiben selbst die eifrigsten Verfechter dieser Position bisher schuldig.“ Weiterlesen

Stadt für Alle – Nachrichten März 2026

Nun sind sie wieder da, die „Stadt für Alle“ Nachrichten aus Freiburg und der Welt. Wer nicht lesen will, kann sie hier bei RDL nachhören.

[FR] AUF DER SUCHE NACH EINER SOZIALWOHNUNG
Auf der Wohnungssucher:innendatei der Freiburger Stadtbau standen Ende 2025 7000 Haushalte mit Wohnberechtigungsschein, also Anrecht auf eine Sozialwohnung. Die tatsächliche Zahl derer, die eine solche Wohnung suchen, dürfte deutlich höher liegen. Gäbe es die Aussicht, über die Stadtbau in absehbarer Zeit eine Wohnung zu bekommen, würden sich vermutlich deutlich mehr berechtigte Haushalte melden.

[FR] VONOVIA LÄSST MIETER*INNEN FRIEREN
In zahlreichen Freiburger Vonovia-Häusern mussten die Mieter*innen in diesem Winter bei teilweise sehr kalten Temperaturen ohne funktionierende Heizung auskommen. Betroffen waren Häuser in den Stadtteilen St. Georgen, Haslach, Neuburg und Wiehre. In der Langemarckstraße in der Unterwiehre fiel die Heizung allein im neuen Jahr schon mindestens 17 Tage aus. In manchen Zimmern lag die Temperatur bei 8,5 Grad. Die Betroffenen können selbstverständlich Mietminderung geltend machen. Die Vonovia, die über solch lange Zeiträume nicht für eine funktionierende Heizung sorgte, gehört enteignet. Weiterlesen

Stadtbild Stühlinger

Foto vom Stühlinger Kirchplatz mit Plakat: Das Problem heisst Rassismus

Plakat am Stühlinger Platz, (Foto: rdl.de, Lizenz: CC Attribution, non-Commercial, Share Alike)

Gedanken zum Stadtbild am 29. Oktober von Valeska von Komorowski. Der Stühlinger Kirchplatz an einem Herbsttag

Der Herbstvormittag ist warm und golden. Ich laufe von der Eschholzstraße kommend auf der Stadtbahnbrücke, auf der rechten Seite, bin auf dem Weg zu Gleis 1, zum ICE, es sind Herbstferien.
Alles sieht so schön aus! Es ist einer dieser Herbsttage, „wie ich keinen sah“!
Freiburg liegt wirklich wunderschön, eingebettet von Schwarzwald und Kaiserstuhl und der Stühlinger Kirchplatz von blauer Wiwili-Brücke und Herz-Jesu-Kirche! Mein Blick schweift glücklich umher:
Dort, wo bis auf mittwoch- und samstagvormittags oft Boule gespielt, diskutiert oder gezankt wird, wo täglich Austausch, Geselligkeit, Gegen- und Miteinander stattfindet, ist gerade, weil Mittwoch ist, Markt. Um das Ape-Café stehen und sitzen Leute, trinken Kaffee, unterhalten sich, sitzen auf den hellgrünen Luxembourg-Stühlen, nur ein paar sitzt heute im Gras. Die runde Wiesenfläche strahlt in sattem Grün. Ob dort später wieder Fußball gespielt wird? Erwachsene? Kinder? Mit Mütze oder nacktem Oberkörper, weiß oder schwarz…? Oder ob der Seifenblasen Mensch kommt? Vieles ist immer wieder gleich und es ist immer ein bißchen anders. Wem macht dieses Stadtbild Angst? Ist doch schön!

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