„Recht auf Stadt“ – Freiburg | Aktuelle Termine

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                                          ****Aktuelle Termine auf tacker.fr ****

"Recht auf Stadt" - Freiburg | Aktuelle Termine

# 07.04. – 22.05. | 50 Jahre feministisches Zentrum fz* in Freiburg

# 22.04. 19 Uhr | Mein Haus, mein Garten | Weingut Andreas Dilger, Urachstr. 3

# Di. 05.05. 19 Uhr | aks Freiburg Erzählcafé – 20 Jahre Bürgerentscheid aus Sicht der Sozialen Arbeit | eh Freiburg (Raum A1/A2 (Bugginger Straße 38))

 

Regelmäßige TERMINE:

# Gutscheintauschbörse gegen die Bezahlkarte | jeden Freitag 16-18 Uhr | Kyosk (Adlerstr. 2)

# FAU Workers Café: Die Eroberung des Kuchens!
jeden 1. Samstag im Monat 15-18 Uhr | Luftschloss Hinterhof Arne-Torgersen-Straße 24
Mit Kaffee, Kuchen und Klassenkampf sammeln und bündeln wir neue Kräfte !

# zum Kennen lernen und Fragen stellen rund um Hausprojektideen
Für interessierte Gruppen, Familien, Einzelmenschen
Jeden 4. Dienstag im Monat 20.00 Uhr | siehe Homepage Bauverein „Wem gehört die Stadt?“

# Zum Kuckuck! – Offenes anarchistisches Treffen für Freiburg und Region
4. Donnerstag im Monat 19:00 Uhr | Kyosk (Adlerstr. 2) [achtet auf Ankündigungen]

Gegen den sozialen Kahlschlag

Du musst dir wegen der Kürzungen keine Sorgen machen. Außer wenn … du zur Miete wohnst du manchmal krank bist du gesetzlich krankenversichert bist du vor der Rente stehst du irgendwann mal in Rente gehen möchtest du mit BAföG studierst du Kinder hast, die studieren wollen du keine Kinder hast du alleinerziehend bist du lohnabhängig beschäftigt bist du mit Menschen mit Behinderungen arbeitest du selbst eine Behinderung hast du mit Kindern und Jugendlichen arbeitest du selbst Kinder hast du Pflegebedürftige in der Familie hast du selbst pflegst du irgendwann selbst ein Pflegefall werden könntest du von häuslicher Gewalt betroffen bist du von Rassismus oder Antisemitismus betroffen bist du auf öffentliche Infrastruktur angewiesen bist

Quelle: agenda-2030.info/

Während sich die Zahl der Milliardäre in Deutschland laut Oxfam allein im Jahr 2025 um ein Drittel auf jetzt 172 erhöht hat, stehen auf der politischen Agenda nicht etwa, wie von Oxfam gefordert, höhere Spitzensteuersätze und die Einführung einer Milliardärssteuer, sondern drastische Sparmaßnahmen bei der ärmeren Bevölkerung. Los ging es mit drastischen Verschärfungen beim Bürgergeld, das jetzt Grundsicherung Arbeitssuchende heißt. Es beinhaltet Sanktionen, „die alles übertreffen, was das Recht der Fürsorge und Existenzsicherung jemals kannte und zwar seit 1925″ (abgesehen von der Nazizeit), erklärte Roland Rosenow, Prof. für Recht der Sozialen Sicherung an der KH Freiburg. Größeren Widerstand gab es weder im Parlament noch auf der Straße. Und so fühlt sich die Merz-Regierung offensichtlich ermutigt, dass sie ihren Klassenkampf von oben auf dem Rücken der Schwächsten der Gesellschaft weiterhin ohne Probleme und mithilfe der SPD durchsetzen kann.

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Stadt für Alle – Nachrichten Juli 2026

Nun sind sie wieder da, die „Stadt für Alle“ Nachrichten aus Freiburg und der Welt. Wer nicht lesen will, kann sie hier bei RDL nachhören.

  • KEIN AUSREICHENDES ESSEN MIT GRUNDSICHERUNG
  • [FR] BEZAHLKARTE BLEIBT
  • [BA-WÜ] KI-KAMERAÜBERWACHUNG
  • [FR] SPORTPARK SÜD
  • GROSSE BESETZUNG IN BASEL
  • VERPFLICHTENDE SOZIALWOHNUNGSQUOTE
  • [FR] HAUSDURCHSUCHUNG WEGEN ANGEBLICHER VERMUMMUNG

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Housing First gibt es nur mit Wohnungen für Alle!

„Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort schildern eine anhaltende Überbelegung. Für mich ist klar: Wir brauchen dauerhaft eine Winterschlafstätte, die nicht jedes Jahr neu eingerichtet werden muss. Gleichzeitig dürfen wir uns nicht mit diesem Zustand abfinden. Wir müssen diese Menschen in Wohnungen bringen. Der zentrale Baustein ist für mich daher das Konzept Housing First. Zuerst kommt die Wohnung, dann der Rest. Therapie oder Entzug dürfen keine Voraussetzung für Wohnraum sein. Dafür brauchen wir Kleinstwohnungen“ Das erklärte der neue Sozialbürgermeister Roland Meder in der BZ.
Die Situation in der Wohnungslosenhilfe ist nicht mehr tragbar: Steigende Zahlen der Betroffenen, selbst die Straßenobdachlosigkeit steigt. Dauerüberlastete Kolleg:innen, Themen wie Pflege, Sucht, psychische Erkrankungen nehmen zu und treffen eine räumliche Situation und Personalausstattung, die dafür nicht ausgelegt ist. Durch die Wohnungsknappheit gibt es wenig Auszugschancen aus den Wohnheimen, wodurch Personen dort häufig jahrelang verweilen, ohne dauerhafte Perspektive, ohne wirkliche Privatsphäre, ohne Mietvertrag.

Mehr Wohnheime den je

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Stadt für Alle – Nachrichten Mai 2026

schwarz rote Häuser mit Faust auf dem Dach und "Mieten Stoppen" als SchriftzugNun sind sie wieder da, die „Stadt für Alle“ Nachrichten aus Freiburg und der Welt. Wer nicht lesen will, kann sie hier bei RDL nachhören.

KEINE HILFEN IN DER ENERGIEKRISE
In seinem Newsletter kommentiert Harald Thomé die aktuelle Politik: „Anstatt der Bevölkerung in der derzeitigen Energiekrise konkret zu helfen – zum Beispiel durch vergünstigten oder kostenfreien Nahverkehr, Energiekostenzuschüsse an Haushalte, Einmalzahlungen an SGB II-, SGB XII- und AsylbLG-Beziehende oder gar eine Regelleistungserhöhung –, passiert wenig. Ebenso könnten ein Spritpreisdeckel oder ein Tempolimit eingeführt und die Situation genutzt werden, um den Umbau der Gesellschaft weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energien massiv zu starten.
Hier ist einfach nur ein Komplettversagen der Bundesregierung festzustellen. Sie können und wollen es nicht. Es ist notwendig, dass die Bevölkerung sagt: ‚Es reicht, das ist nicht unsere Politik!‘ – auf der Straße, überall. Eine solche Bewegung ist notwendig, weil diese Regierung sonst zur Wegbereiterin auf den Weg hin zum Faschismus wird.“

[FR] STÜHLINGER KIRCHPLATZ
Wieder einmal hat sich die Badische Zeitung intensiv darum bemüht, Ängste rund um den Stühlinger Kirchplatz zu befeuern. Groß bewarb sie die Podcastserie mit dem reißerischen Titel „Platzangst“. Joshua Kocher und Jannik Jürgens erklärten zwar die Fakten hinter den Gefühlen finden zu wollen, taten genau das aber nicht. Mit den Fakten nahmen sie es nicht so ernst. So trägt die erste Folge den Titel „Der Überfall“, obwohl es eindeutig um einen Trickdiebstahl geht. In einem Tattoo-Studio wurde Geld entwendet, was für die Betroffene selbstverständlich schlimm war, allerdings, anders als suggeriert, nicht gewaltsam geschah. Ausführlich zu Wort kommt der mittlerweile aus dem Amt geschiedene Ordnungsbürgermeister Stefan Breiter, der erklärt, man müsse „sich den Platz zurückholen“. Dass er mit dieser Aussage AfD-Funktionär Alexander Gauland kopierte und es sich um kaum versteckten Rassismus handelte, war den Journalisten keinen Hinweis wert. Antiziganistische Aussagen einer Ärztin blieben unkommentiert stehen. Die Kriminalitätsstatistiken, die die Polizei durch ihre ständigen Großkontrollen teilweise selber in die Höhe treibt, bleiben weitestgehend unhinterfragt. Bei der feierlichen Eröffnung des Kulturkiosks, einer begrüßenswerten Initiative des Vereins Schwere(s)Los, feierte sich das Freiburger Bürgertum. Zahlreiche Vertreter*innen des Gemeinderats und der Stadtgesellschaft waren anwesend. Weder diejenigen, die sonst rund um Kirche und Brunnen ihr Bier trinken, noch bis auf wenige Ausnahmen migrantische Platznutzer*innen waren Teil der Feier. Parallel zum Programm wurden schwarze Platznutzer unter der Brücke von der Polizei kontrolliert.

[FR] KEIN SYNDIKATS-PROJEKT AUF CRASH-AREAL
Das Mietshäuser-Syndikats-Projekt Flurstück 277 gibt das Projekt zur Bebauung des Crash-Areals auf und das reservierte Grundstück zurück. Hauptgrund sind die enorm gestiegenen Grundstückskosten, die die Finanzierung des Projekts unmöglich machen. Seit 2015 sei der Grundstückspreis in etwa um das 2,5-fache gestiegen. Zudem stiegen auch die Baukosten enorm, so der Bauverein Wem gehört die Stadt aus dem Mietshäuser-Syndikat. Auch sorgte das lange Hinhalten durch die Stadt dafür, dass immer mehr Aktive abgesprungen sind. Geplant war, Crash und Drifters in den Neubau zu integrieren und zusätzlich kleinteiliges Gewerbe und sozialen Wohnungsbau zu errichten. Für kulturelle Einrichtungen gibt es zudem keine Ermäßigung bei der Erbpacht. Als Erfolg sieht die Initiative, dass die Bebauung des Areals durch die IHK mit Büros verhindert werden konnte und Crash und Drifters dadurch weiterhin bestehen.

[FR] ABRISS IM METZGERGRÜN
Im Metzgergrün im Stühlinger fand im April der Spatenstich für den 2. Bauabschnitt statt. Derweil sind die neuen Häuser an der Bissierstraße auf der Fläche des ehemaligen Caravanstellplatz fertig. Von den 175 Wohnungen sind 125 sozial gefördert. Hier liegen die Mieten im Durchschnitt bei ca. 9 €/qm, im „freifinanzierten“ Wohnungsbau bei durchschnittlich rund 13,60 €/. Von den 24 Eigentumswohnungen, die meist ca. 120 qm groß sind und deutlich über 900.000 € kosten, sind einige noch nicht verkauft. Im 2. Bauabschnitt sollen nun noch einmal 208 Wohnungen gebaut werden, davon 125 sozial gefördert, 53 „freifinanziert“ und 30 Eigentumswohnungen. Insgesamt will die Stadtbau rund 550 Wohnungen bauen und, obwohl in Freiburg hauptsächlich Sozialwohnungen benötigt werden, lediglich 50 % von diesen, was bedeutet, dass im noch nicht abgerissenen Teil der alten Arbeitersiedlung, die von der Lage wegen des Abstands zur Bahnlinie der attraktivste Teil ist, gerade einmal noch 25 Sozialwohnungen errichtet werden. Auf der ursprünglich bebauten Fläche, wo es 250 bezahlbare Wohnungen mit schönen Gärten gab und die Miete aktuell im Schnitt bei 6,39 €/qm liegt, werden später also nur 150 Sozialwohnungen sein, deren Mieten dann deutlich über denen im alten Metzgergrün liegen. Die restlichen Wohnungen haben mit „bezahlbar“ nichts zu tun. Wäre der politische Wille dagewesen, wäre ein Erhalt des alten Metzgergrüns möglich gewesen. Das bestätigt auch der bekannte Altbausanierer Willi Sutter. Stoppt endlich den weiteren Abriss!

Wohnraum als soziale Infrastruktur denken

In einem Artikel für das Berliner „MieterEcho“ erklärt der Stadtsoziologe Andrej Holm, dass es notwendig ist, Vergesellschaftung und kommunalen Wohnungsbau zusammenzudenken.
Die Argumente sollten auch in Freiburg beachtet werden. „In den wohnungspolitischen Debatten zu Mietendeckeln und Vergesellschaftungsvorschlägen antwortet die Immobilienlobby seit Jahren reflexhaft mit einem ‚das baut doch keine Wohnung‘. Das Bauen-Bauen-Bauen-Mantra steht für eine neoliberale Argumentation, die behauptet, nur der Neubau und die Ausweitung des Wohnungsangebotes könnten die Wohnungskrise beheben. Doch Belege für die Wirksamkeit des Neubau-Versprechens bleiben selbst die eifrigsten Verfechter dieser Position bisher schuldig.“ Weiterlesen